Bond Bug 700ESvon Max Hauswald (1:32 Airfix)VorwortAirfix legte das Modell des „Bond Bugs“ im Jahr 2023 wieder auf – die Form stammt aus dem Jahr 1971. Für einen geringen Preis (ca. 12€) angepriesen, landete die kleine Schachtel als „Beifang“ in meinem Einkaufskorb – Kuriositäten reizen doch immer wieder. Beim Öffnen der kleinen Schachtel wird man von relativ wenigen Teilen empfangen, welche jedoch sehr sauber gespritzt aussehen – ich hatte Anderes von einem über 50 Jahre alten Bausatz erwartet. Das dreirädrige, britische „Microcar“ wurde anfangs von Bond Cars Ltd entwickelt, sollte eine junge Käuferschaft anziehen und wurde zwischen 1970 und 1974 nur ca. 2.270 mal gebaut - im Großen und Ganzen also kein Erfolgsmodell. Verwendet wurden im Fahrzeug auch Teile von Reliant-Produkten – wobei diese ebenfalls dreirädrigen Fahrzeuge dem einen oder anderen eher ein Begriff sein könnte. Das 700 cm³-Triebwerk leistete 31 PS, verfügte über ein Viergang-Getriebe, die hier gezeigte „ES“ Version verfügt zusätzlich über ergonomischere Sitze. Der „Deckel“ öffnete nach vorne, man stieg von oben ein. Die Ausschnitte in den Seitenwänden sind aus textilem Material, die Fenster bestehen aus einer Folie. Ein Aschenbecher war ein Standard-Ausstattungsmerkmal – mehr Annehmlichkeiten waren nicht vorhanden. Das ModellWie bereits beschrieben, handelt es sich um ein sehr kleines Modell mit relativ wenigen Teilen. Dafür sind diese Teile in einer erstaunlich guten Qualität ausgeführt. Nachdem die Angußstellen versäubert waren, war nicht mehr viel Arbeit zu erledigen, alles passt hervorragend – einzig bei den Kotflügeln muss man etwas aufpassen. Erstaunt ist man über die sehr wellige Struktur der Seitenfenster, bis man erkennt, dass diese die Folienfenster des Originals imitieren soll - dies passt somit! Der Bau geht zügig vonstatten, es gibt keine Probleme. Einzig eine Antenne habe ich ergänzt, da ich der Meinung bin, dass gerade die junge Kundschaft sicher ein Radio nachgerüstet hätte und das Fahrzeug mit eben jener Antenne noch etwas witziger wirkt. Wenn man das Fahrzeug geöffnet darstellen möchte, dann muss man jedoch einige Bereiche nachdetaillieren, da der Öffnungsmechanismus im Modell gar nicht berücksichtigt wird. Auch die Außenspiegel fehlen – scheinbar wurden diese jedoch erst später nachgerüstet oder angeboten, da auch Fotos von Fahrzeugen ohne existieren. Lackierung und AlterungDas Vorbild war in genau zwei Farben zu haben: fast alle Orange und ein kleiner Teil der Fahrzeuge waren angeblich in grellem Gelb lackiert. Mir war das nicht spannend genug, ich finde, ein privates Fahrzeug darf auch mal anders lackiert werden. Eine zweifarbige Lackierung sagte mir zu. Bei der klischeebehafteten, britischen Fahrzeugqualität war mir wichtig, dass es auch Rost am Fahrzeug gibt, ein sauberes Fahrzeug ist einfach nicht spannend zu betrachten. Zusätzlich wirkt das Fahrzeug – auch mit der angesprochenen Antenne – und den farblich abgesetzten Lichtern doch nochmal ganz anders als ein einfarbiges oranges Gefährt. Verwendet habe ich die hervorragenden Decals des Bausatzes. Ich bin zufrieden und habe wieder eine kleine Kuriosität in der Vitrine geparkt. Max Hauswald Publiziert am 06. März 2024 © 2001-2024 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |