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Grumman X-29

von Martin Pohl (1:72 Hasegawa)

Grumman X-29

Die Grumman X-29 ist ein Experimentalflugzeug mit negativ gepfeilten Flügeln. Teile des Rumpfes wurden von der F-5 (bzw. der aus der F-5 hervorgegangenen F-20) übernommen. Ebenso flossen aus Kostengründen Teile der F-16 und der F-18 ein. Der Vorteil der negativen Pfeilung der Tragflächen liegt in einer besseren Manövrierfähigkeit, höheren möglichen Anstellwinkeln durch größeren Auftrieb und einer niedrigen Abrissgeschwindigkeit. Dem Problem der hohen Torsionskräfte wird durch den Einsatz von Verbundwerkstoffen begegnet. Als russisches Gegenstück zur X-29 begann bei Suchoi die Entwicklung und Erprobung der Su-47.

Grumman X-29

Die erste X-29 A (No. 82-0003) absolvierte ihren Jungfernflug am 14. Dezember 1984. Am 13. Dezember 1985 fand mit diesem Modell der erste Überschallflug eines Flugzeugs mit vorwärts gepfeilten Tragflächen statt; insgesamt absolvierte das erste Modell 242 Flüge. Die Versuche mit dem sogenannten „Forward Swept Wing Demonstrator“ verliefen erfolgreich und ein zweiter Prototyp wurde gebaut. Mit diesem gelang im Jahr 1990 erstmals ein Anstellwinkel von 66° (die Steuerungselektronik des Vorgängers ließ lediglich 24° zu). Dies wurde – abgesehen von der Bauweise – durch ein Computersystem ermöglicht, das die Steuerungsflächen des Flugzeugs bis zu 40 Mal in der Sekunde korrigierte. Allerdings war das US-Verteidigungsministerium nicht weiter an einer Fortführung der Testreihen interessiert, so dass das X-29-Programm 1992 nach insgesamt 437 Flügen eingestellt wurde.

Quelle: Wikipedia

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In 1:72 wurde die X-29 von Hasegawa in 1985 auf den Markt gebracht und dann mehrfach wieder neu aufgelegt. In den 90ern brachte die Firma Kiddyland auch eine X-29 auf den Markt, die ist mir aber nicht bekannt. Die Hasegawa X-29 ist ein typisches Modell dieses Herstellers der 1980er und `90er Jahre. Man kann es aus der Schachtel bauen und bekommt ein dem Original recht nahe kommendes Modell. Wer allerdings mehr Details haben will, muss entweder selbst Hand anlegen oder z.B. auf Nachrüstteile der F-5 zurückgreifen. Ich habe, was die typischen Stellen wie Cockpit, Triebwerk und Fahrwerk betrifft, keine Änderungen vorgenommen, das ist alles aus der Schachtel. Ich habe dafür an anderer Stelle selbst Hand angelegt.

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Mich haben Flugzeuge mit vorwärts gerichteten Flügeln schon im Studium beschäftigt und daher hatte ich mich mit der X-29 schon recht intensiv auseinander gesetzt. Neben vielen Messungen zu Flugeigenschaften wurden mit der X-29 auch viele Erkenntnisse zum Verhalten beim Trudeln gesammelt. Dafür wurde eine der beiden X-29 eigens umgebaut. Diese Maschine bekam am Heck eine Vorrichtung für einen Fallschirm und am Bug wurde ein recht auffälliges Instrument für die Messung der Seitenkräfte angebaut. Diese beiden Änderungen kann man in 1:72 schon scratch selbst bauen, so schwierig ist es nicht. Zugegeben, die Konstruktion am Bug ist schon etwas fummelig, aber machbar. Was man aber auch bedenken sollte ist, dass man auch die Schiebebilder ändern muss, da sich der Schriftzug ändert. Für mich endete das damit, dass ich sämtliche Schiebebilder neu gemacht habe, weil es mir nicht gelungen ist, den Blauton jenem von Hasegawa mit meinem Drucker zu treffen. Am Ende ist dann eine Version der X-29 entstanden, die man so nicht überall zu sehen bekommt.

Als Referenz diente wie immer das Internet.

Weitere Bilder

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Martin Pohl

Publiziert am 28. Juni 2023

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