North American Mustang Mk IVA(P-51K)von Karsten Böcker (1:24 Airfix)
Ich baute diese Mustang von Airfix nicht zum ersten Mal. Vor Jahren baute ich exakt den gleichen Bausatz als P-51D Mustang „Big beautiful Doll“. Schon damals waren der Bausatz und die Form älter.
Trotzdem kann man mit einigem Mehraufwand eine schöne, große Mustang bauen. Man muss sich halt auf Ungenauigkeiten, Grobheiten, Spachtelarbeit und Schleifarbeiten einstellen. Wer das nicht möchte, muss sich auf die wesentlich teuere und bessere Mustang im Maßstab 1:24 von Trumpeter einlassen.
Der Bau ist unkompliziert. Die Passgenauigkeit ist akzeptabel. Die Detailgetreue ist altersentsprechend (die Formen entstanden 1973) nicht stark ausgeprägt. So sind auch die Details auch unscharf in den Kanten und wirken rudimentär. Die Nieten an der Außenhaut wirken wie Untersetzer für englische Teetassen. Auch der Pilot ist etwas grobschlächtig, aber mit reichlich Farbenspiel kann man einiges rausholen.
Interessant ist trotzdem das Cockpit. Die Armaturen sind dreiteilig aufgebaut: Kunststoff, Plexiglas und Front. Das ermöglicht mit ruhiger Hand ein schönes Cockpit mit gut zu sehenden Instrumenten. Durch die Plexiglashaube kann man auch davon noch einiges sehen, da das Plexiglas schlierenfrei und absolut klar war. Leider sieht man den Balsaholzboden des Cockpits nicht mehr.
Da ich meine Mustang fliegend gebaut habe, musste der Pilot natürlich rein. Gurte habe ich von Eduard hinzugefügt. Die Fliegerkarte fand auch noch links vor dem Piloten über den Instrumenten Platz. Durch den fliegenden Zustand blieben naturgemäß der ganze Motor übrig und das Fahrgestell. Das kam in die Restekiste. Zuluftöffnungen wurden aufgemacht und ausgedünnt. In das Zentrum der Flugzeugunterseite baute ich noch zwei Möglichkeiten für die Befestigung des Display-Ständers ein.
Die Lackierung war mit Revellfarben unproblematisch. Auf Grund der knalligen Kontraste zwischen englischer Tarnbemalung und gelber Signallackierung wählte ich die angebotene englische Variante der Markierung. Daher auch die Bezeichnung "Mustang Mk IVA", so nannte man die P-51K in der RAF (Wikipedia erklärt dazu: "P-51K ist eine in Dallas gebaute P-51D mit Aeroproducts-Propeller, 1500 gebaut, davon 594 an die RAF als Mustang Mk IVA geliefert"). Die Decals ließen sich gut aufbringen. Als Obolus gönnte ich meiner englischen Variante noch zwei Augen und ein Haifischgebiss.
Schattierungen und Nutzungsspuren setzte ich nur wenige ein. Mit einigem Aufwand bekommt man so auch ein schönes Modell einer Mustang in einer nicht alltäglichen Größe. Meiner Ansicht nach ist der Bausatz dank seiner einfachen Struktur für Anfänger durchaus geeignet. Anmerkung: Das letzte Bild sowie das Titelbild wurden digital, aber ohne KI, nachbearbeitet.
Karsten Böcker Publiziert am 13. Mai 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |