PWS-26Bulgarien, 1941von Martin Pohl (1:72 RPM)
Die PWS-26 war ein polnisches kunstflugtaugliches Schul- und Übungsflugzeug. Es wurde 1936 aus der PWS-16bis entwickelt und anschließend bis 1939 durch die Firma Podlaska Wytwórnia Samolotów produziert. Der einstielige, verspannte und nur wenig gestaffelte Doppeldecker hatte Querruder nur im Oberflügel. Der Rumpf, eine geschweißte Stahlrohrkonstruktion mit Holz-Formgebungsleisten, war bis auf den motornahen Bereich stoffbespannt, wie auch die Flächen und das Leitwerk. Von den beiden, hintereinander angeordneten Sitzen war der vordere nur mit Hilfe einer großen seitlichen Klappe zugänglich. Der hintere konnte zur Instrumentenflugschulung mit einer Haube abgedeckt werden. Als Antrieb diente ein 220 PS starker, von PZL oder Avia in Lizenz gebauter Neunzylinder Wright J-5 Whirlwind, der mit einer langen NACA-Haube verkleidet war.
Für die PWS-26 ergingen von den polnischen Luftstreitkräften für den Einsatz an ihren Fliegerschulen sowie von zivilen Aeroklubs insgesamt 400 Bestellungen. Bis zum deutschen Überfall im September 1939 wurden 310 Flugzeuge fertiggestellt, von denen eine Reihe in deutsche Hände fiel. Mindestens 50 wurden von der Luftwaffe übernommen und u. a. auch zum Schleppen und zur Blindflugschulung eingesetzt. Bereits vor dem Krieg waren einige PWS-26 nach Bulgarien und Portugal exportiert worden. (Quelle: Wikipedia)
Glaubt man Scalemates, dann wurde der Bausatz von RPM in 1995 aufgelegt und passt somit in mein Beuteschema von 2025 „altes Plastik“. Wie bei all den anderen älteren Bausätzen, die ich in 2025 unters Skalpell genommen habe, war auch dieser nicht optimal gespritzt worden, bzw. war die Form wohl nicht so ganz passgenau – heute würde man wohl sagen, ein „short-run-kit“.
Es fällt also das übliche Reinigen der Teile von Fischhäuten und Versatz an, aber nichts, was wirklich so drastisch war, dass es erwähnenswert wäre. Zu erwähnen ist eher so manch spannende Anleitung wie z.B. für den Zusammenbau der Motorverkleidung aus vier Teilen ohne Passungen frei schwebend, ein interessantes Puzzle. Es gibt sogar eine einfache Inneneinrichtung mit zwei Instrumentenbrettern – ohne Instrumente – zwei Sitzen und zwei Steuerhebel. Was es allerdings nicht gibt ist ein Boden, aber das kennt man, wenn man ein paar von den alten Kisten gebaut hat.
Ich habe mich für eine Maschine der Bulgarischen Luftwaffe von 1941 entschieden, ganz einfach, weil die so schön bunt ist. Wenn man das machen will, muss einem aber klar sein, dass man die gelben und roten Bemalungen alle selbst maskieren muss. Ergo bekam die Kleine, zusammengebaut mit unterem Flügel, erst einmal einen hellgrauen Primer Anstrich, gespritzt natürlich. Danach wurde dann alles, was Gelb sein soll, auch so gesprüht und abgeklebt. Danach wurden die roten Bereiche entsprechend eingefärbt und auch abgeklebt. Jetzt folgte unten ein Hellblau (selbst gemischt) und auch das wurde abgeklebt. Alles bis hierhin nicht abgeklebte wurde dann mit einem eher grünlichem Oliv eingesprüht – und fertig. Ja, natürlich wurde auch der obere Flügel entsprechend Hellblau und Oliv gefärbt.
Die Bulgarischen schwarzen Kreuze auf weißem Grund wurden auf dem Oberflügel ebenfalls selbst gesprüht. Alle anderen wurden mit selbst gedruckten Decals dargestellt. Natürlich gab es dann noch das übliche Procedere mit einen seidenmatten Schutzüberzug einem dezenten Ölwashing und einem matten Endüberzug. Die Verspannung ist ebenfalls wie immer mit einer dünnen Nylon-Schnur aus den Angelzubehör dargestellt.
Abschließend bekam die Kleine noch ein Stückchen Gras unter ihre Räder und einen Piloten der sich eilig zu ihr aufmacht. Die Figur stammt von Preiser. Als Referenz diente wie immer das Internet.
Danke für´s Reinschauen! Martin Pohl Publiziert am 11. April 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |