Junkers Ju 352 V2von Enrico Friedel-Treptow (1:72 MACH2)
Das FlugzeugDie Junkers Ju 352 entstand als Nachfolger der Junkers Ju 252, die wiederum die Nachfolge der Junkers Ju 52 antreten sollte. Aber dieses Projekt wurde nicht weiter verfolgt. Bei der Ju 352 wurde auf verfügbarere Materialien zurückgegriffen. So bestand der Großteil des Rumpfes aus einem mit Leinwand bespannten Gittergerüst. Der erste Prototyp flog am 18. August 1943. Insgesamt sollen 19 V-Maschinen und 26 Serienflugzeuge bis August 1944 gebaut worden sein. Mein Modell soll den zweiten Prototyp Junkers Ju 352 V2 CH+JB, WNr. 352 10002, darstellen. Besonders auffällig im Gegensatz zur A-Version ist der fehlende Abwehrstand hinter dem Cockpit. Der zweite Prototyp flog erstmals am 8. November 1943. Nach zahlreichen Erprobungen bei Junkers kam sie im Dezember nach Rechlin. Dort erfolgten neben der Mustererprobung auch zahlreiche Transportflüge. Mindestens bis Mitte 1944 verblieb das Flugzeug in Rechlin. Danach kehrte sie zu Junkers zurück, wo sie noch im Februar 1945 nachweisbar war.
Der Bausatz von MACH2 ist sehr zwiespältig. Während die Passgenauigkeit relativ gut ist, sind die Details sehr grob und teilweise falsch. Die Oberfläche das verwendeten Plastiks ist recht rau. Die Rumpfstruktur der Leinwandbespannung ist nicht vorhanden, obwohl sie auf allen Fotos des Flugzeuges deutlich sichtbar ist. Ich habe versucht, diese Struktur darzustellen. Die Motorenverkleidung sind zu kurz und wurden entsprechend verlängert. Am Fahrwerk fehlt eine Verstrebung, die ergänzt werden muss. Das "Beste" war aber, dass der Spritzrahmen der Klarsichtteile ein Fenster zu wenig beinhaltet - also muss man ein Fenster selbst verschließen. Weiterhin ist das Cockpit falsch dargestellt. Die Trennwand zum Frachtraum ist weiter hinten als von MACH2 vorgesehen. Außerdem fehlen der Arbeitsplatz des Bordfunkers und der Platz für den Bordmechaniker. Auch die Verkleidung hinter den Sitzen von Pilot und Copilot sucht man vergeblich. Ein Fahrwerksbein muss zerschnitten und gedreht werden. Die Motoren und die Propeller wurden durch Teile aus dem Fundus ersetzt. Bemalt wurde mit Vallejo Farben, alle Kennungen wurden gespritzt, Decals fanden keine Verwendung.
Enrico Friedel-Treptow Publiziert am 20. Februar 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |