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Messerschmitt Bf 109 T-1

Trägervariante

von Thomas Brückelt (1:72 Amodel)

Messerschmitt Bf 109 T-1

Zu den exotischeren Versionen der ´109 gehören sicherlich die T-Varianten (insgesamt 70 Stück bei Fieseler in Kassel 1941 gebaut). Die T-1 war eine trägergestütze Version mit Katapultbeschlägen, Fanghaken, Störklappen, hochklappbaren Außenflügeln und auf 11,08 m vergrößerter Spannweite. Die T-1 basierte auf der E-Version und war für den Einsatz vom Flugzeugträger Graf Zeppelin aus vorgesehen. Die T-0 und T-2 wurden für den Betrieb von Land aus ausgelegt.

Messerschmitt Bf 109 T-1

Von der T-1 wurden nur sieben Stück gebaut, wobei vor dem Baustopp des Flugzeugträgers noch einige T-2 auf den T-1-Standard umgerüstet wurden und nach Baustopp des Trägers wieder zur landgestützten Version zurückgebaut wurden.

Messerschmitt Bf 109 T-1

Messerschmitt Bf 109 T-1

Mein Modell zeigt eine T-1 beim Abwurf einer 250 kg-Bombe, was so eher im Bereich „What if“ anzusiedeln ist, da erst die T-2 Bomben mitführen konnte. Mein Gedanke war, dass die T-1 – wäre es zum Trägereinsatz gekommen - schon bald nicht mehr mit den gegnerischen Jägern hätte mithalten können und so eher für den Einsatz gegen Boden- oder Seeziele weiter betrieben würde.

Messerschmitt Bf 109 T-1

Ich entschied mich für diese Art der Darstellung, da ich auch die Störklappen - die sicher nicht nur für den präziseren Landeanflug auf einen Flugzeugträger hilfreich gewesen wären, sondern auch als Sturzflugbremsen fungiert hätten - ausgefahren zeigen wollte. Außerdem kann man in der fliegenden Darstellung auch den Fanghaken besser sehen.

Messerschmitt Bf 109 T-1

Die Oberflächenstrukturen des Amodel-Bausatzes sind sauber umgesetzt, allerdings leiden die Teile unter Gratbefall, was gerade bei den Kleinteilen aufwendig behoben werden muss. Die Ausgleichsgewichte an den Querrudern und das Pitotrohr baute ich daher neu aus gezogenen Gießästen. Die Passgenauigkeit im Bereich des Seitenleitwerks und im Außenbereich der Tragflächenhälften ist nicht ganz gelungen, hier muss man Material abschleifen.

Messerschmitt Bf 109 T-1

Um etwas gegen die Leere der Cockpitseitenwände zu tun, detaillierte ich hier mit gezogenen Gießästen und 0,5 mm starken PS-Material nach. Weiterhin kam noch das Reflexvisier hinzu. Erfreulich ist, dass eine Pilotenfigur beiliegt, insbesondere für meine fliegende Präsentation. Im Rumpf setzte ich ein Holzklotz ein, mit integriertem Silikonschlauchstück, zur Aufnahme des CFK-Stabs vom Display. Die 250 kg-Bombe wird von einem Acrylglasstab gehalten (Ø 2 mm)

Messerschmitt Bf 109 T-1

Messerschmitt Bf 109 T-1

Lackiert habe ich mit Email-Farben von Humbrol und Revell, die ich aufpinselte. Die Decals ließen sich recht gut verarbeiten, ich sprühte das Modell vor dem Anbringen mit glänzendem Klarlack von Mr. Hobby ein. Mit Weichmacher gelang es, dass sie sich den feinen Blechstößen anschmiegten. Verschmutzung und Alterung trug ich mit dem Schwamm und Pinsel auf. Die Ruderspalte hob ich mit einem schwarzen Holzstift hervor. Zum Schluss versiegelte ich mit mattem Klarlack von Tamiya.

Messerschmitt Bf 109 T-1

Thomas Brückelt,
acroairwolf.beepworld.de

Publiziert am 03. November 2021

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