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Bell YP-59

Ein kalter Morgen am Salzsee

von Martin Pohl (1:48 Hobbycraft)

Bell YP-59

Zur Geschichte

US-Generalmajor Henry H. "Hap" Arnold wurde auf das britische Jet-Programm aufmerksam, als er im April 1941 an einer Rollvorführung der Gloster E.28/39 teilnahm. Er bat um die Pläne für das Triebwerk des Flugzeugs, das Power Jets W.1, die er in die USA mitnahm. Er ließ auch ein Beispiel des Triebwerks, den Whittle W.1X Turbojet, in die USA fliegen. In einem Consolidated B-24 Liberator brachte man das Triebwerk zusammen mit Zeichnungen für das stärkere W.2B/23-Triebwerk und einem kleinen Team von Power Jets-Ingenieuren in die USA.

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Der US-Firma General Electric bot man den Auftrag zur Produktion einer amerikanischen Version des Triebwerks an, das später als General Electric I-A bezeichnet wurde. Außerdem wandte man sich an Lawrence Dale Bell, den Chef der Bell Aircraft Corporation, um ein Jagdflugzeug zu bauen, in dem das Triebwerk eingesetzt werden sollte. Bell stimmte zu und machte sich daran, drei Prototypen zu produzieren. Als Desinformationstaktik gab die USAAF dem Projekt die Bezeichnung P-59A, um darauf hinzuweisen, dass es sich um eine Weiterentwicklung des nicht verwendeten Bell XP-59-Jägerprojekts handelte, das abgebrochen worden war.

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Der Entwurf war am 9. Januar 1942 fertig und der Bau begann. Im März, lange bevor die Prototypen fertiggestellt waren, wurde dem Vertrag eine Bestellung über 13 YP-59A-Vorserienflugzeuge hinzugefügt. Im Oktober 1942 hob der erste Prototyp bei Hochgeschwindigkeitstest zum ersten mal ab. Viele der Testflüge wurden auf den großen Salzebenen der Muroc Airbase durchgeführt. Die Airacomet war kein besonders erfolgreiches Flugzeug, trotzdem markiert sie den Beginn des Jet-Baues in den USA.

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Der Bausatz...

...ist von Hobby Craft Kanada und schon etwas älter. Das Passgenauigkeit ist trotzdem erstaunlich gut. Baugruppen wie Cockpit oder Fahrwerk sind recht einfach ausgeführt. Es gab Zurüstsätze aus Resin, die 2021 allerdings schwer bis kaum noch zu bekommen sind. Es bleibt somit Spielraum für Kreativität.

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Der Zusammenbau...

...verlief recht unspektakulär. Die Teile passen recht gut zusammen, wenn man sie entsprechend verpresst und dem Kleber Zeit gibt auszuhärten. Im Cockpit habe ich an den Seitenwänden und rund um den Sitz einiges aus Kabeln und anderen Teilen hinzugebaut, so sieht es nicht mehr so leer aus.

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Die Bemalung habe ich mit diversen Vorschattierungen mit unterschiedlichen Grautönen und gesprenkelten Olivgrüntönen ausgeführt. Als Verschmutzungen und Verwitterungen kamen dann noch diverse Filter und Washings sowie Pigmente zum Einsatz. Da es bei mir der Prototyp werden sollte, waren die Markierungen einfach jene des Bausatzes.

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Die beiden Figuren stammen von CMK und sind mit Acrylfarben bemalt. Die Basis ist aus Karton und weißem Feinputz für die Darstellung eines Salzsees, um den Titel „Ein kalter Morgen am Salzsee“ gerecht zu werden.

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Fazit

Es ist ein schöner Bausatz eines geschichtlich nicht unwichtigen Typs, auch wenn das Flugzeug nicht wirklich der Überflieger war. Als Referenzen diente wie immer das Internet.

Bell YP-59

Martin Pohl

Publiziert am 06. November 2021

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