Eurofighter EF-2000 GT (Tranche 1)Ausbildung im JG 73 "S" in Laagevon Steven Draht (1:72 Revell)
Zum Vorbild
Das Jagdgeschwader 73 "Steinhoff" war das erste, welches 2004 mit dem Eurofighter ausgerüstet wurde. Hier dienten die Flugzeuge der Ausbildung. Auch 24 österreichische Piloten wurden in Laage auf den Eurofighter umgeschult. Der 30+05 ist einer der ersten Seriendoppelsitzer und wurde anfangs im JG 73 eingesetzt. Da zu Beginn das Tragen von Unterflügeltanks und IRIS-T noch nicht integriert war, befinden sich an meinem Modell nur ein Zusatztank an der Mittelrumpfstation und zwei CATM-9M außen unter den Tragflächen. Zur Demonstration der (einst) geplanten Waffenmöglichkeiten sind noch vier CATM-120B an den vorgesehenen Stationen montiert.
Mein Modell...
...entstand aus dem Revell-Bausatz 04338 von 2004 und ist von guter Qualität. Heutzutage würde ich jedoch den Kit von Hasegawa 02051 (2013) bevorzugen. Der Bau hat sich bei mir über Jahrzehnte hingezogen ;), immer mal vorgekramt und wieder weggelegt. Letztes Jahr beschäftigte ich mich endlich intensiv mit dem Eurofighter, was auch der sehr guten AirDOC-Publikation "ADJP 006" zu verdanken ist.
Als Zubehör verwendete ich:
Die Nassschiebebilder suchte ich mir aus allen 1:72er Eurofighter-Einsatzmaschinen von Revell zusammen und kam nur somit auf ein (mich) überzeugendes Ergebnis. Sämtliche FOD-Covers und Antennen sind selbst gefertigt. Im Cockpit entfernte ich die vordere Instrumentenabdeckung und ersetzte diese durch die bessere vom 2016 erschienenen Revell-Bausatz. Das gleiche Schicksal des Tauschs hatten auch der Lufteinlauf und die Schubdüsen.
Bei abgestellten Maschinen sieht man oft, dass die HUDs und Sitze abgedeckt sind; dies wollte ich auch unbedingt darstellen. Es hatte für mich zusätzlich den Vorteil, dass ich den vorderen Sitz im Kopfstützenbereich nicht nachdetaillieren musste und die schlecht ausgeformte revellsche HUD-Scheibe nicht mehr sichtbar war. Nachdem noch der lässige Hauptfeldwebel im Cockpit Platz genommen hatte, konnte ich es verschließen. Die Haube bereitete mehrmals unschöne Arbeiten; z. B. musste eine feine Naht von der Oberfläche wegpoliert werden. Schön an dem "alten" Revell-Bausatz sind die Lande-/Rollscheinwerfer aus Klarsichtplastik. Leider trifft das nicht auf die Positions- und Antikollisionslichter zu, sodass ich diese aus durchsichtigem Resinharz fertigte. Bei den aktuellen, deutschen Eurofightern sind die Positionslichtschalen farblos, nicht so bei dem 30+05, da waren sie rot und blaugrün.
Das Bugrad ist leider absolut instabil und kann das Gewicht des Modells nicht tragen. Ich setzte deshalb zur Stabilität eine angepasste Spritzenkanüle ein. An die CATM-120B kam jeweils noch ein schmaler Plastikstreifen geklebt, welchen Revell formtechnisch vergessen hatte. Ich wollte unbedingt die Formationsstreifen im Dunkeln leuchten lassen und fand entsprechende Decals, welche phosphoreszierend sind. Sie leuchten grünlich-gelb; am Eurofighter sind sie in einem eher bläulichen Farbton.
Wegen der Lackierung hatte ich mir viele Informationen aus verschiedenen Foren zusammen gesucht und nutzte schließlich Revell 57 und Vallejo 71.121. Die Stencils sind nach Vorbildrecherche aufgebracht, da die Positionen in der Bauanleitung nicht unbedingt stimmig sind.
Weitere Bilder
Steven Draht Publiziert am 28. April 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |