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A7V

Nr. 504 „Schnuck“

von Max Hauswald (1:35 Meng Model)

A7V

Auf Grund der geschichtlichen Bedeutung und vor allem des rustikal-martialischen Aussehens hat der Sturmpanzerwagen A7V mich schon lange angesprochen.

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Zum Vorbild

Der Sturmpanzerwagen A7V war der erste deutsche Panzer. Es handelt sich jedoch auch um den Panzer mit der höchsten Anzahl an Besatzungsmitgliedern jemals: bis zu 26 Mann und ein paar Brieftauben im Kampfeinsatz. Im „Turm“ saßen der Kommandant und der Kraftfahrer. Die restliche Mannschaft teilte sich den niedrigen Innenraum mit den Waffen und der Munition.

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Eine 5,7 cm-Kanone in der Front und sechs MGs bildeten die Bewaffnung. Im Innenraum waren zwei 100 PS-Maschinen und deren Wasserkühler offen aufgestellt, das ungefederte Fahrzeug war auf der Oberseite mit Lüftungsschlitzen versehen, um die Temperaturen möglichst zu reduzieren.

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Die Hitze, die Pulverschwaden, die fehlende Beleuchtung, extrem eingeschränkte Sicht, weniger Sitzplätze als Besatzungsmitglieder- so sah es im Innenraum aus. Durch die niedrige Innenhöhe trug die Mannschaft durchgehend ihre Stahlhelme, um Kopfverletzungen zu vermeiden. Die ständige Bedrohung durch Gaskampfmittel zwang die Besatzung de facto ständig zum Tragen der Gasmasken – unvorstellbare Bedingungen in einem barbarischen Krieg. 1918 wurden alle 20 Fahrzeuge ausgeliefert. Der Großteil der Flotte wurde an die Front in Frankreich verlegt und zum Einsatz gebracht.

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Der Bausatz

Das Meng-Modell kostet zwar etwas mehr, ist aber auch mit einer kompletten Inneneinrichtung und einer sehr schönen, beweglichen Einzelgliederkette ausgestattet. Die Teile passen gut. Darstellbar ist der A7V mit der Nummer 504, genannt „Schnuck“. Ein Großteil der Flotte war in Einheits-Grau gehalten. Von daher gefällt mir das von Meng gewählte Vorbild doch schon besser. Insgesamt ist es ein empfehlenswerter Bausatz.

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Lackierung und Alterung

Besonderes Augenmerk muss aus meiner Sicht hier auf das zeitgenössische Erscheinungsbild gelegt werden. Allerdings muss man sagen, dass die Interpretation der überlieferten Informationen sehr unterschiedlich ausgeprägte Lackierungen möglich erscheinen lassen, was Farben, Verwitterung und Deckkraft der Anstriche betrifft.

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Zum Zeitpunkt des Einsatzes des Vorbilds wurden Fahrzeuge noch mit dem Pinsel bemalt. Daher habe auch ich versucht, dieses Erscheinungsbild darzustellen. Auf den Vorbildfotos ist ansonsten viel Dreck zu erkennen: Öl, Ruß und Schmiere an sehr vielen Stellen. Dazu Schrammen, Schlamm und Staub. Hier kann man sich richtig austoben.

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Max Hauswald

Publiziert am 03. March 2022

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