Albatros D.VOberleutnant Ernst Udet, Jasta 17von Matthias Pohl (1:144 Valom)
Erneut habe ich mich an einem „Drahtverhau“ aus dem Ersten Weltkrieg versucht, der Maschine von Flieger-As Ernst Udet, einer Albatros D.V. Sie kommt unter der Nr. 14406 als Double Set von VALOM und bietet neben drei weiteren Decaloptionen die Realisierung dieser Maschine, die in einem recht unauffälligen grauen Farbkleid daherkommt. Kennzeichnend für Udets Maschinen waren die Buchstaben LO, manchmal mit einem Ausrufezeichen versehen, der Kosename seiner Jugendfreundin und späteren Ehefrau Eleonore Zink. Auch die auf dem Höhenruder angebrachten Streifen finden sich bei Udets Maschinen immer wieder.
Da ich bereits Erich Löwenhardts Fokker D.VII hier vorgestellt habe und in Kürze auch (erneut) eine Fokker Dr.I, dann in der Version von Manfred v. Richthofen, präsentieren werde, habe ich die drei deutschen Jagdflieger mit den meisten Abschüssen komplett. Richthofens Vignette ist schon seit längerem fertig, es fehlt mir lediglich noch die eine oder andere Figur. Doch zurück zu Udets Albatros. Ich habe die Maschine schlichtweg aus dem Karton gebaut, großartige Optionen hat man bei diesen Winzlingen ja nicht gerade. Bei der D.V kommt natürlich (anders als bei der Fokker Dr.I und der D.VII) die Verspannung deutlicher zur Geltung. Weisen die beiden erstgenannten Flieger nur wenige Spannseile auf, wird es hier schon komplexer. Mit 0,1 mm Neusilberdraht gelingt das meines Erachtens aber recht gut – zumindest bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Da meine Fokker D.VII von Erich Löwenhardt und auch die noch zu präsentierende Dr.I von v. Richthofen auf einem kleinen Wiesenstück stehen, wollte ich in diesem Fall nicht erneut auf die gleiche Basis zurückgreifen. Wiese ja, aber nicht nur. Eigentlich hätte ich gerne ein Werkstattzelt realisiert, welches für die deutschen Feldflugplätze so typisch war. Dies hätte jedoch von den Abmessungen her den Rahmen deutlich gesprengt. Ich wollte aber unbedingt beim 8,0 x 8,0 cm messenden Sockel von Green Stuff World bleiben, sie gefallen mir extrem gut und sind recht günstig. So fand sich in meinen Beständen ein Kartonmodell eines Flugzeugschuppens aus dieser Ära, ich habe es bereits vor Jahren im Web gefunden und mir ausgedruckt. Die Alternative wäre eine Erstellung eines Schuppens aus Sheetplatten gewesen, einschließlich der aufwändigen Gravur, Bemalung und Alterung. So viel Arbeit wollte ich aber in ein solches Teil-Gebäude nicht stecken, denn der Flieger soll ja im Vordergrund stehen. Außerdem gefällt mir dieses Kartonmodell sehr gut und erfüllt klar seinen Zweck. Auch bei dieser kleinen Vignette wurden die Figuren von Michael Cremerius/Germania Figuren aus dem 3D-Drucker verwendet. Sie entstammen unterschiedlichen Serien bzw. Themenbereichen. Lackiert wurde mit Vallejo-, Tamiya- und Revell-Farben.
Matthias Pohl, Publiziert am 03. April 2025 © 2001-2025 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |