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MAN F 8 19.321 4x2

von Jens Lohse (1:24 Italeri)

MAN F 8 19.321 4x2

Vorbild und Modell

Das für den MAN F 8 verwendete Fahrerhaus hatte seinen Ursprung beim französischen Hersteller Saviem und wurde auch von MAN übernommen. Die F 8-Baureihe wurde von 1967 bis 1986 hergestellt, sie wurde in diesem Zeitraum äußerlich kaum verändert. Ab ca. 1982 wurden bei einem Facelift die vorderen Blinker vergrößert und wanderten an die Unterseite des vorderen Fahrerhauses, Weiterhin erhielt die Innenausstattung und das Armaturenbrett eine Überarbeitung. Ab 1986 wurde die Baureihe F 8 durch den F 90 abgelöst, auch er ist von Italeri erhältlich unter der Artikelnummer 732.

Der hier verwendete Bausatz von Italeri mit der Nummer 3946 ist eine Variante des älteren Kits 756 von 1982, der Kit enthielt eine schwere Dreiachszugmaschine der Typenbezeichnung 26.321. Um diesen Zweiachser zu ermöglichen, griff Italeri ins Regal und kombinierte Bauteile vom F 8 und F 90 neu. Leider fehlen für den Bau eines Modells wie auf dem Deckelbild die größeren Blinker im Kit, doch das Problem ist auch schon vom Ursprungsmodell bekannt. Das Kühlergrill ist die Variante nach dem Facelift 1982, ohne den Zusatz "Diesel", die im Kit vorhandenen Blinker vor dem Facelift. Auch das Typenschild an der Tür paßt nicht zum Modell, der Zusatz Silent wurde nur für lärmreduzierte Varianten verwendet, bei denen der Motor zusätzlich gekapselt war. Leider sind im Kit auch keine deutschen Kennzeichen für diese Zeit vorhanden, die vorhandenen Euro-Kennzeichen sind zu modern. 

Der Rahmen ist ausgerichtet und verklebt
Der Rahmen ist ausgerichtet und verklebt

Rahmen und Motor

Das zum Vorbild verwendete Fahrzeug für diesen Bausatz war eines der Fahrzeuge, die für die Pressevorführung des neuen Facelifts 1982 gebaut wurden. Zu der Zeit war es noch nicht üblich, einen Lkw so zu tunen, wie es hier der Fall ist. Ich persönlich baue lieber ehrliche Arbeitstiere, die täglich ihr Geld verdienten. Bei der Lackierung entschied ich mich für ein Farbschema, das eine norddeutsche Spedition verwendete. Leider ist mir der Name der Firma nicht bekannt.

Los ging der Bau mit dem Rahmen und Motor. Beim Zusammenbau des Rahmens sollten die Teile sehr genau ausgerichtet werden, um spätere Probleme mit den weiteren Anbauteilen zu vermeiden. Nach ausreichender Trockenzeit wurden auch die Achsen und der Tragbügel für das Fahrerhaus schon an den Rahmen geklebt. Alle weiteren Teile für den Rahmen wurden versäubert und für die Lackierung vorbereitet. Da die Bauteile in unterschiedlichen Farben hergestellt wurden, kann auf eine Grundierung nicht verzichtet werden. Als Grundierung verwendete ich Revell 75, die Endlackierung erfolgte in einer Mischfarbe aus Humbrol RAL 2000 Orange und Revell 15 matt Gelb im Verhältnis von ca. 80 zu 20 %.

Motor und Kühler bilden eine Einheit, die später komplett zusammengebaut in den Rahmen eingesetzt wird. Lackiert wurde der Motor vorbildgerecht in Revell 374. Aufmerksamkeit ist bei der Verrohrung des Turboladeres gefragt, es gehen fünf Rohre an das Bauteil. Werden Rohre verwechselt passt die Antriebseinheit später nicht mehr in den Rahmen.

Nach einer Grundierung in Revell 75 erfolgte die Endlackierung in einer Mischfarbe aus Orange und mattem Gelb
Nach einer Grundierung in Revell 75 erfolgte die Endlackierung in einer Mischfarbe aus Orange und mattem Gelb

Der Motor und Kühler sind bereit für den Einbau
Der Motor und Kühler sind bereit für den Einbau

Der Rahmen ist bis auf die vordere Frontschürze fertig, leider fehlt das hintere MAN-Schild unter dem rechten Rücklicht auf dem Decalbogen
Der Rahmen ist bis auf die vordere Frontschürze fertig, leider fehlt das hintere MAN-Schild unter dem rechten Rücklicht auf dem Decalbogen

Die Traileranschlüße sind fertig
Die Traileranschlüße sind fertig

Die Außenhaut des Fahrerhauses ist verklebt
Die Außenhaut des Fahrerhauses ist verklebt

Fahrerhaus

Bei diesen Bausatz ist es möglich, die Außenhaut des Fahrerhauses schon komplett zu verkleben und die Inneneinrichung mit der Bodenplatte später von unten in die Kabine zu schieben. Das erleichtert die Lackierung und es gibt ein sauberes Farbbild ohne spätere Klebenähte. Zuerst wurden die beiden Seitenteile und die Rückwand am testweise eingesetzten Boden ausgerichtet und mit Tape fixiert. Geklebt wurde mit Revell Contacta Professional von innen. Der Klebstoff zieht durch die Kapillarwirkung in den Spalt zwischen den Bauteilen und verklebt sie sauber. Nach ausreichender Trockenzeit wurde auf gleiche Weise auch das Dach und die Vorderseite verklebt. Vor der Lackierung wurden die Bauteile mit 600er Schleifleinen angeschliffen und nach der Reinigung mit Revell 49 grundiert. Später erfolgte die Endlackierung in Revell 50.

Nach einer Grundierung in Revell 49 erfolgte die Endlackierung in Revell 50
Nach einer Grundierung in Revell 49 erfolgte die Endlackierung in Revell 50

Es wurden einige persönliche Gegenstände zugefügt
Es wurden einige persönliche Gegenstände zugefügt

Inneneinrichtung und Endmontage

Weiter ging es mit der Inneneinrichtung des Fahrerhauses. Bemalt wurde alles in den zu der Zeit verwendeten Farbtönen. Zusätzlich kamen noch einige persönliche Gegenstände hinein. Reisetasche und Warnweste sind aus dem Preiser-Set 45223, Landkarte und Zeitschriften sind selbst gedruckt. Eine Getränkeflasche aus einem klaren Gussast kam noch in den Flaschenhalter der Fahrertür. Damit das Einschieben der Inneneinrichtung gelingt, kommen als erstes die Teile an ihren Platz, die an die Innenseite der Außenhülle gehören. Ich wählte folgende Reihenfolge: Fensterscheiben seitlich und Tür, Türverkleidungen, hintere Seitenverkleidungen, Rückwand, Dachhimmel, Frontscheibe, vordere Ablage oben. Jetzt konnte der Boden in das Fahrerhaus eingeschoben werden. Das Kühlergrill und die Trittstufen des Einstieges sind im Bausatz verchromt, beim Original sind sie aus Aluminium. Für eine originalere Optik bemalte ich die Teile mit Humbrol 27002.

Nach dem Anbringen des Dachspoilers und der Kotflügel war das Fahrerhaus für die Hochzeit mit dem Chassis bereit. Die Montage von Kühlergrill und die Stoßstange sollte nicht vor dem Einsetzen der Haltestifte erfolgen, sonst verbaut man sich den Zugang zu den entsprechenden Lagerpunkten. Zum Abschluss folgten noch die Kleinteile und die Decals. 

Weitere Bilder

MAN F 8 19.321 4x2Die Kennzeichen sind selbst gedruckt, Decals von TLMAN F 8 19.321 4x2MAN F 8 19.321 4x2Die Antenne wurde aus einer Glasfaser hergestelltMAN F 8 19.321 4x2Beim Bau ist auf die Verrohrung des Turboladers zu achten, es führen fünf Rohre an das Teil

MAN F 8 19.321 4x2

 

Fazit

Italeri hat mit der neuen Zusammenstellung von Bauteilen einen zu seiner Zeit weitverbreiteten Lkw geschaffen. Es gibt leider einige Details, die nicht korrekt sind wie die falschen Blinker und fehlende Decals. Die Bauteile lassen sich gut verarbeiten, trotz des Alters der Spritzformen fällt wenig Nacharbeit an. Mich hat dieses Modell an meine beruflichen Anfänge erinnert, habe ich doch selbst viele Stunden mit diesen MAN-Typen gearbeitet.

Hinweis: In unserer Making of- Serie, die immer Sonntags erscheint wird der Bau dieses Modells noch einmal in allen Einzelheiten gezeigt werden.

Jens Lohse

Publiziert am 02. März 2026

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