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DINA 861

von Thomas Lutz (1:25 AMT/Ertl)

DINA 861... on the Road
DINA 861... on the Road

Das Original

DINA-Trucks ist ein nationales Unternehmen der Republik Mexico. Die Abkürzung DINA steht für Diesel-National. Bereits Ende der 50´er Jahre produzierte Dina in Ciudad-Sahagun/Mexico die ersten Diamond T Trucks in Lizenz und konzentrierte sich zunächst auf die Produktion von schweren Trucks und Bussen. Später wurden auch International Trucks in Lizenz gebaut. Die Modelle 860/861 entsprachen dabei der Transtar 4300 Baureihe. Dina bedient bis heute den mexikanischen Markt mit Pickups, Trucks, Bussen und U-Bahnwagen, auch aus eigener Entwicklung und hatte zeitweise einen Marktanteil von bis zu 65% von ihrem neuen Standort Monterrey/Mexico aus.

...hier im Bundesstaat Idaho und...
...hier im Bundesstaat Idaho und...

Das Modell

Der eigentliche Umbau des Ertl International Transtar F-4270 Modells in einen Truck der mexikanischen Marke DINA besteht im Grunde genommen nur aus dem Abfräsen des Schriftzuges auf dem Kühlergrill, dem Überkleben der abgefrästen Fläche mit einem Chrometikett und dem Anbringen des neuen Logos in Schwarz mit weißen Abreibebuchstaben von Letraset. Ansonsten wird das Ertl Modell fast vollständig nach Bauplan erstellt. Die überschaubaren Änderungen beginnen mit dem Austausch der schlechten zweiteiligen Reifen aus dem Bausatz gegen feinere Pneus von Revell, die von innen mit Schaumstoffstreifen verstärkt und deren Laufflächen, wegen der größeren Realitätsnähe, aufgerauht werden. In den nächsten Baustufen erfolgen kaum noch Änderungen, außer in Baustufe 5 wo die beiden Abgasrohre 160/131 nicht montiert werden. Die Auspuffanlage wird später sowieso auf eine Single-Anlage umgebaut. Nachdem das Fahrgestell bis zur Baustufe 18 fertiggestellt ist, außer den Rädern und den Dieseltanks, werden erst einmal alle Teile des Bausatzes, die einen Farbauftrag erhalten sollen, vorgrundiert. Das Chassis erhält ein mattes Stahlblau aus einer Restesprühdose. In kleinen Autowerkstätten und Reparaturbetrieben fallen solche Farbsprühdosen als Reste an. Wer dort einmal nett nachfragt und erzählt für welchen Zweck er die Farben verwenden will, bekommt im einen oder anderen Fall einige Restedosen geschenkt.

...auch in Utah
...auch in Utah

Mit diesen Resten kann man noch einiges lackieren, wie z.B. Fahrgestelle, Motoren oder einzelne Details und die Betriebe sparen sich die Entsorgungskosten. Nach der Durchtrocknung des Fahrgestells können die verchromten Tanks montiert werden und die farbliche Ausarbeitung der Details beginnt. Die Kardanwellen werden mattschwarz bemalt und an den Flanschen wird mit ein wenig Glanzschwarz vermischt, das bringt einen ähnlichen Effekt wie Schmierfett. Die Hinterachsgetriebe werden mit Künstler-Acrylfarben aus der Tube bemalt. Diese Farben trocknen sofort aus und erreichen einen metallischen halbmatten Schein. Das Getriebe am Motor wird in Stahldunkelgrau gepinselt und so vom Motor farblich abgesetzt. In weiteren Grau- und Schwarzabstufungen und Mischfarben werden weitere Teile bemalt, wie die Luftdrucktanks, die Stoßdämpfer, die Bremsanlage oder die Hinterachsrahmen. Die Felgen werden mit Revell Matt-Bronze gestrichen und dann die Reifen aufgezogen. Zur Ausrichtung und korrekter Bodenhaftung aller Räder werden diese am Chassis aufgesteckt, was durch die gute Paßgenauigkeit von Ertl normalerweise kein Problem bereitet.

DINA 861 im Original
DINA 861 im Original

Der Ertl-Bausatz 8001 des International Transtar F-4270 enthält keine Sleeperbox und unterscheidet sich vom Transtar 4300 durch eine kürzere Motorhaube, obwohl der Motor beider Modelle der identische Cummins Diesel V-903 ist. Das Fahrgestell bietet jedoch ausreichenden Platz eine kleine Schlafkabine aus einem AMT-Bausatz anzufügen. Alle Karosserieteile erhalten eine glanzschwarze Lackierung aus der Sprühdose und nachdem die Decals aus Restbeständen geschnitten und aufgebracht sind, erhalten sie noch einen schützenden Klarlacküberzug. Der kleine Dachspoiler wird passend zu den Decorstreifen in Rot-Schwarz lackiert. Bei der farblichen Gestaltung der Innenausstattung des DINA-Trucks wird der Arbeitsraum des Truckers aufgehellt mit frischen Tönen in Hellblau, einem abgesetzten Streifendesign in Mittelblau und Dunkelgrau an Instrumentenboard und im Fußbereich. Die Heckscheibe 2CL der Kabine wird nicht eingesetzt, da ja hier der Durchschlupf zur Schlafkabine ist und die kleine Türscheibe 3cCL wird ersetzt durch ein dünneres Stück Klarsichtfolie. Die Auspuffanlage wird zur Single-Rohr Anlage umgebaut, sodaß die Abgasrohre von der rechten Seite unter der Kabine nach links geführt werden. Die Übergangsmuffe von den Abgasrohren zum hochaufragenden Auspuff wird durch ein Stück eines flexiblen Trinkhalmes nachgebildet, das Endrohr besteht aus einem Aluröhrchen. Die imposanten Funkantennen solcher Trucks sind in den Bausätzen als starre, normal an den Gießästen mitgegossene, Plastikteile ausgeführt. Dadurch sind diese normalerweise sehr filigranen Teile, dann maßstäblich zum Original umgerechnet im Durchmesser zu dick und als Plastikteil zudem stark bruchgefährdet, weil nicht flexibel genug. Bei den Modellen eignen sich zur Darstellung alternativ dünner Edelstahldraht, Lichtleitfasern, wie ich sie bei den meisten meiner Truckmodelle verwende oder auch Besenborsten wie in diesem Fall. Im Original sind diese Antennen vornehmlich silber oder schwarz, manchmal aber auch bunt oder passend in der Farbe zur Karosserie. Der Dina-Truck erhält rote Besenborsten, die unbehandelt bleiben aber trotzdem gut zur Gesamterscheinung des Trucks passen. Abschließend werden noch die Chromtanks mit dünnflüssiger schwarzer Glasmalfarbe übermalt, was den spielzeughaften Hochglanzcharakter des Chroms etwas wegnimmt und hochverdünntes Mattschwarz läßt man in die Vertiefungen des Auspuffschutzgitters laufen, damit eine bessere plastische Wirkung erzielt werden kann. Der schwarze Dina 861, zwar ein Truck aus Mexiko, aber im Grenzland könnte dieser Truck auch mit einer Zulassung in New Mexiko USA unterwegs sein. Erkennbar ist das am Abbild des originalen NM Kennzeichens „246-AWK“ downgeloaded aus dem www, per Tintenstrahldrucker ausgedruckt und mit Alleskleber angeklebt. Fazit: Noch einfacher geht ein Umbau nicht und so erhält man einen Exoten in die Trucksammlung die Lust auf mehr macht, schließlich gibt es noch Hayes, Diamond, Brockway .... Modelle gibt es genug, bauen wir´s einfach um ....

Thomas Lutz,
stockcarmodels.weebly.com

Publiziert am 05. Januar 2006

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