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International S-Series F-2674

Umbau zum Räum- und Streufahrzeug

von Martin Hustedt (1:25 Ertl)

Das Basismodell ist der "International S - Series F-2674" von Ertl von 1978. Den hatte ich vor Jahren mal im Netz gefunden, aber nie gewusst, was ich mit dem mal machen soll. Dann kam vor „kurzem" im TV eine Dokuserie über kanadische LKW-Bergefirmen, die im Winter auf den Highways verunglückte Trucks bergen. Zu sehen waren da auch die Räum-LKW der Straßenbehörden und da kam mir die Idee, so einen im Stil der 70er Jahre nachzubauen.

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Günstig war, dass der International ein langes Chassis hat, weil Ertl den damals auch mal kurz als Kipper und Betonmischer im Programm hatte. Ungünstig war die Qualität des Modells. Die Bausätze von Ertl zeichnen sich nicht gerade durch gute Passgenauigkeit aus, ebenso sind Fischhäute und Nähte durch Formversatz zu finden. Da musste viel nachgearbeitet und auch umgeändert werden. Auch dass die Teile in braunem Plastik gespritzt wurden, ist beim Bauen und Lackieren nicht hilfreich. Absolut positiv und kaufentscheidend war für mich das Vorbild: ein "Brot und Butter"-Truck jenseits des Mainstreams der Kenworth- und Peterbilt-Chrom-Highwaymonster. Als Fan des "American Way of Drive" der 1960er und 70er Jahre also genau das Richtige!

Wenn man sich an die alten Bausätze von Ertl und den anderen üblichen Verdächtigen wie AMT, MPC, etc. gewöhnt und darauf eingelassen hat, geht der Bau relativ gut vorwärts. Man sollte sich aber nicht immer an die Bauanleitung halten, sondern eher auf logische Reihenfolge setzen. Die Reifen sind aus schwarzem Vinyl, genau wie die Kühlwasserschläuche - nicht die beste Lösung meiner Meinung nach. Die Schläuche sind ziemlich störrisch und wollen nicht in der richtigen Form bleiben. Ich habe versucht, die Schläuche mit dünnem Metalldraht von innen zu stabilisieren und die Enden mit Sekundenkleber an ihren Ansatzpunkten zu fixieren, was einiges an Flüchen hervorbrachte.

Bei den Reifen ist man auch wieder voll in den 70ern gelandet. In der Mitte vom Profil auf der Lauffläche dicke Fischhäute und in der Reifenmitte der dicke Stern vom Spritzen, der erst mühsam ausgeschnitten werden muß. Belohnt wird man aber mit einer lenkbaren Vorderachse. Die Kippmulde entstand aus dem Bausatz "Gravel Trailer" von MPC, der durch die Firma Round2Models wiederaufgelegt wurde. Auch dieser Bausatz (genau wie der Ford Louisville) wird mit den alten, aber überarbeiteten Formen produziert. Da erkennt man dankbar die Unterschiede: Hochwertiger Kunststoff, kaum Formversatz und Fischhäute, auch die Vinylreifen sind akzeptabel und der Spritzstern ist Vergangenheit. Positiv ist, dass der Bausatz schon eine Option für den Aufbau auf ein Lkw-Fahrgestell hat. Negativ ist, dass es nur einen Hydraulikzylinder zum Kippen der Mulde in ausgefahrener Position gibt. Da war wieder Improvisation und Eigenbau angesagt. Da ich die Kippmulde eh fest aufbauen wollte, habe ich mich aus dem Bausatz vom Ford Louisville bedient. Ebenfalls aus diesem Bausatz von AMT wurde der Schneepflug und das Streuaggregat entnommen, da ich den Ford schon vor einiger Zeit als Sattelzugmaschine gebaut habe. Beide Geräte ließen sich tadellos nach Bauanleitung zusammenfügen und auch problemlos am Lkw anbauen.

Einziges Manko: Der Schneepflug lässt sich nur in abgesenkter Position bauen. Die Zusatzscheinwerfer samt Halterung entstanden scratch aus der Grabbelkiste, ebenso die Kettenhalter links am Rahmen, die Kette kommt vom Kenworth Alaskan Hauler. Lackiert wurde mit Autolacken aus der Spraydose. Die Bemalung der Inneneinrichtung und des Motors erfolgte mit Revell Emailfarben. Die Decals lagen dem Aufliegerbausatz bei bzw. stammen von anderen Bausätzen. Die Abziehbilder der Zugmaschine waren leider nicht mehr zu verwenden, weil sie im Lauf der letzten 44 Jahre brüchig und vergilbt waren.

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Der Bau hat Hunger auf mehr gemacht und ich habe hier noch so einiges an ungebauten Trucks im Lager. Es kommen also wahrscheinlich noch mehr...

Martin Hustedt

Publiziert am 15. November 2021

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