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Filmprojekt Ungetüm überrennt Ursleben, Teil 2

Die Ouvertüre zur Zerstörung

Filmprojekt Ungetüm überrennt Ursleben, Teil 2

Die Kirche und das Umspannwerk waren die Gebäude, die von dem Sockenmonster angegriffen werden sollten. Sockenmonster? Der Begriff Sockenmonster sagte mir zunächst nichts. Mir kamen spontan Bilder von Godzilla, Tremors, Tarantula oder anderen Kreaturen aus den B-Movies der 1950er in den Sinn, die alle möglichen Städte in Schutt und Asche legten. Ich wusste noch genau, dass ich Anfangs dachte, dass die Begriffe „zerstören" und „Modellbau" in den allerwenigsten Fällen zusammenpassen.

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Die Bauteile des Kirchturms und der Schaltstation wurden nun also so geschwächt, das sie bei geringer Belastung in ihre Einzelteile auseinanderfielen. Die Teile wurden auch nicht verklebt, sondern mit kleinen Neodym-Magneten versehen, die ein schnelles und einfaches Wiederaufbauen nach einer Probe ermöglichten. Zusätzlich wurden diese beiden Gebäude doppelt gebaut, damit auch hier ein schneller Austausch gewährleistet werden konnte.

Für das Erscheinen des Sockenmonsters, welches vom Filmteam bereitgestellt wurde, sahen wir die Baugrube vor, weil dies dort am einfachsten darzustellen war. Unter das Baugruben-Loch bauten wir einen Rahmen mit Einschubmöglichkeit, um einen kleineren Rahmen dort hineinschieben zu können. Auf diesen kleineren Rahmen tackerten wir ein Gewebe, welches wir sternförmig perforierten, damit das Sockenmonster von unten durch das Gewebe durchstoßen konnte, um dann aus der Baugrube aufzutauchen. Auf das Gewebe verteilten wir eine Mischung aus Erde, Sand und Pflanzengranulat. Für jede Probe musste ein neues Gewebe aufgetragen und Erde aufgefüllt werden. Mit diesem Gewebe wurde dann auch verhindert, dass das Material nach unten durchsackte. Mit einem von uns selbst genähten und an den größeren Rahmen befestigten Trichter aus Stoff, der mit Hilfe einer Zugschnur um den Arm des Socken-Animateurs gezogen wurde, verhinderten wir, dass dieser von der „Baugrubenfüllung" überschüttet wurde.

Das Filmset: Die Werkstatt

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Ich könnte mich hier noch seitenweise in Details verlieren. Also fasse ich mich kurz: Mitte September 2021 waren wir rechtzeitig mit der Platte fertig. Dort, wo die Modellplatte erbaut wurde, hatte das Filmteam eine Werkstatt des Modellbauers im Film eingerichtet. Hier hatte es ein bemerkenswertes „Händchen" für die Realität. Ich hätte mich dort hinsetzen und sofort losbasteln können. Für die spätere Attacke des Sockenmonsters wurde die Platte in eine benachbarte Halle verlegt und aufgebaut. Die Dreharbeiten zogen sich über mehrere Tage. Für die Szene in der Werkstatt wurde in der Nacht gedreht, da es zu mühselig gewesen wäre, die ganzen Bereiche abzuhängen, von wo das Licht hergekommen wäre. Mit einer Vielzahl von Scheinwerfern war jeden Tag eine gleiche Intensität von Beleuchtung möglich.

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Irgendwann war die Szene mit dem auf die Platte abgestürzten Scheinwerfer gedreht und damit hatte unser Projekt innerhalb von nur wenigen Tagen seinen Zweck erfüllt, für den wir über 300 Arbeitsstunden und mehrere Monate investiert hatten.

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Was bleibt? Nun, es war das erste Filmprojekt unseres Geldgebers und auch das erste Projekt dieser Art für unseren Modellbauclub. Eine zukünftige Zusammenarbeit ist durchaus möglich. Aber das hängt auch im hohen Maß von dem Erfolg dieses Kurzfilms ab.

Deshalb schon einmal ein Aufruf an alle: Wenn ihr 2022 irgendwo den Kurzfilm „Ungetüm überennt Ursleben" sehen könnt, nutzt die Gelegenheit und schaut einem „kauzigen" Modellbauer zu... erinnert euch an das Sockenmonster und wie wir es geschafft haben, dass es das Dorf „Ursleben" überrennt.

Am Ende danke ich allen Kollegen des Modellbauclub Koblenz, die am Bau der Platte mitgeholfen haben und das Projekt im stetigen Austausch mit dem Team von Atris Film zum Abschluss gebracht haben. Und wir danken dem Vertrauen des Geldgebers in unsere Arbeit und unsere Fähigkeiten und hoffen, dass der Kurzfilm zu einem Erfolg wird!

Bernd Heller

Publiziert am 08. April 2022

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