Airspeed AS.57 AmbassadorG-ALZO, Dan-Air Londonvon Johannes Wipauer (1:144 Welsh Models)
Zum VorbildDie Airspeed Ambassador war einer der zahlreichen "typisch britischen" Entwürfe, die zwar durchaus ihre Qualitäten hatten, aber sich durch ihre Besonderheiten nicht durchsetzen konnten. Auch nicht in England... "Es zeigte sich schnell, dass die AS.57 besonders auf Kurzstrecken die niedrigsten Betriebskosten aller Flugzeugtypen in der BEA-Flotte verursachte. Dennoch wurde die AS.57 nach einer nur knapp sechsjährigen Dienstzeit von dem fortschrittlicheren Turboprop-Muster Vickers Viscount abgelöst und führte am 30. Juli 1958 den letzten Linienflug durch." Zitat aus Wikipedia, wo auch alle technischen Daten zu finden sind. Erstflug war am 10.7.1947, zwischen 1947 und 1953 entstanden nur 23 Maschinen.
Über die Dan-Air:
Die Fluggesellschaft wurde am 21. Mai 1953 unter dem Namen „Dan-Air Services Limited“ als Tochtergesellschaft des Schiffsmaklerbüros „Davies and Newman“ in London registriert. Das Maklerbüro übernahm als Gläubiger der in Konkurs gegangenen Gesellschaft „Meredith Air Transport“ deren gesamten Besitz in Southend-on-Sea, zu dem auch das einzige betriebene Flugzeug, eine DC-3 (G-AMSU), gehörte. Dabei stellte der Namensbestandteil Dan zusammengefasst die Anfangsbuchstaben der Eigner Davies and Newman" dar. Am 23. Oktober 1992 kaufte British Airways die Dan-Air für den symbolischen Preis von einem Pfund einschließlich der nicht unerheblichen Schulden. Nicht zu verwechseln mit der rumänischen Dan Air S.R.L., die 2017 gegründet wurde und heute noch fliegt.
Die G-ALZO kam im November 1952 als fabriksneues Flugzeug zur BEA, welche das Flugzeug aber schon 1958 abstellte und im Mai 1960 an die Königlich Jordanische Luftwaffe verkaufte, wo es als VIP-Transporter diente. 1963 kam die Maschine nach England zurück und flog unter ihrer alten Kennung für Dan-Air bis 1971. Fünfzehn Jahre später, 1986, kam sie zum Imperial War Museum in Duxford, wurde restauriert und steht seither im Freigelände für Besucher zugänglich. Es soll die letzte AS.57 sein, alle anderen wurden verschrottet.
Mein ModellDas ist wieder eines meiner älteren Modelle, das ich im Winter repariert bzw. restauriert habe. Entstanden aus einem Vacu-Bausatz von Welsh Models. Fahrwerk und Propeller aus Weißmetall, hier waren einige Teile zerbrochen, die Cockpitfenster freihändig nach der Prägung ausgemalt. Jetzt sind das Decals, die auch dem Original mehr ähnlich sind als der vorherige Status. Wie dann der Leyland Octopus-Tankwagen (Bausatz hier vorgestellt) fertig war, gab es eine gemeinsame Fotosession. Der Zusammenbau dieses Vierachsers war sehr mühsam, der abgerundete "Kobel" hinter dem Fahrerhaus entstand aus dem Umstand, dass bei der eigentlich weiter vorne gedachten Platzierung des Kessels die Befestigung mit dem Rahmen nicht möglich war. Nun, solche Zusatzaufbauten sind aber ohnehin tyisch für Flugfeldtankwagen...
Johannes Wipauer Publiziert am 21. Mai 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |