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Porsche 911 Turbo 3.3 (964)

von Matthias Reinshagen (1:24 Italeri)

Porsche 911 Turbo 3.3 (964)

«turbo» - seit dem Erscheinen des ersten Porsches mit diesem (immer klein geschriebenen) Typennamen markierten die Turbos die Spitze der Zuffenhauser Modellpalette hinsichtlich Leistung und Preis. Die exklusive Einzigartigkeit der Turbomotoren zu ihrer Zeit ist heute mitunter schwer nachvollziehbar, sind doch Handwerker und Wohnmobil-Touristen scharenweise in braven Fiat Ducatos mit aufgeladene Motor unterwegs. Der Turbo ist längst im Alltag angekommen.

Porsche 911 Turbo 3.3 (964)

Die Turbo-Variante 3.3 der Porsche 911-Modellreihe 964 wurde von 1991 bis 1992 gebaut. Wer am Steuer saß, hatte das Vergnügen, eine Beschleunigung von 0 auf  100 in fünf Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h zu erleben. Der Tankwart war der beste Freund – ließ sich der Turbo bei schwerem Gasfuß und Autobahnpassagen ohne Tempolimit auch mal mehr als 20 Liter auf 100 Kilometer schmecken…

Porsche 911 Turbo 3.3 (964)

Der Italeri-Kit ist der einzige Plastik-Modellbausatz dieses Autos in 1:24. Es ist ein unveränderter Rebox des ursprünglichen Artikels aus dem Jahr 1993. Der Kit ist einfach zu bauen und lässt bei etwas Geschick ein passables Ergebnis erwarten. Die Detailierung ist in Ordnung, die Proportionen der Karosserie stimmen. Das Cockpit ist simpel, aber komplett. Chassis, Motor und Unterboden sind gut wiedergegeben, die Cup-Felgen gefallen. Nacharbeit ist kaum erforderlich; mit einer Ausnahme: Die Spurweite an der hinteren Radaufhängung sollte unbedingt verbreitert werden, um einen realitätsgetreuen Eindruck zu erzielen. Wie immer gilt: Mit Verfeinerungen lassen sich viele Extra-Stunden in der Bastelwerkstatt verbringen, bevorzugt natürlich beim Tuning von Cockpit und Motorraum, wo das Ergebnis der Mühen für Bewunderer sichtbar ist.

Porsche 911 Turbo 3.3 (964)

Dieser Porsche entstand «out of the box». Für die Lackierung gewählt wurde der damals aufpreispflichtige Farbton «Sternrubin». Doch, den gab es wirklich im Programm der Porsche-Werkslackierungen Anfang der Neunzigerjahre als einen von zahlreichen Uni-und Metallic-Lackierungen, welche als recht gewagt empfunden wurden. Der leitende Porsche-Designer Harm Laagay hatte für die 964-er Farbpalette kräftig in die Bonbonfarben-Schublade gegriffen. Die allermeisten Käufer goutierten diesen Mut nicht. Sie dachten wohl beim Erwerb ihres Porsches bereits an den Wiederverauf und entschieden sich für dezentere Outfits.

Porsche 911 Turbo 3.3 (964)

Für das Modell wurde «Sternrubin» aus mehreren Tamiya-Acrylfarbtönen angemischt. Im Original wurden allerdings nur ganze sechs Exemplare des 964 Turbo in dieser Farbe ausgeliefert - gemäß Angabe des Auktionshauses Bonham, das im März 2025 einen davon versteigert hat. Wahrscheinlich gibt es in 1:24 noch ein paar mehr davon. Vielleicht aber auch nicht, ist dieser Farbton doch - im Original wie auch en miniature - reine Geschmackssache. Wer bei Anwesenden auf Modellbau-Clubtreffen das ganze Spektrum der Reaktionen zwischen Begeisterung und blankem Entsetzen erleben will, sollte unbedingt diesen Farbton wählen. Nur Mut!

Porsche 911 Turbo 3.3 (964)

Porsche 911 Turbo 3.3 (964)

Matthias Reinshagen

Publiziert am 03. Februar 2026

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