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AT-AT

von Michael Wittmann (1:144 Bandai)

AT-AT

Zum Vorbild

Der Allterrain-Angriffstransporter, kurz AT-AT oder Imperialer Läufer genannt, war ein vom Galaktischen Imperium eingesetzter, schwer bewaffneter Kampfläufer, welcher sich auf vier Beinen fortbewegte. Die stark gepanzerte Kampfmaschine war somit in der Lage, sich nahezu auf jeglichem Terrain fortzubewegen, um am Ziel Truppenverbände abzusetzen und mit den Bordwaffen selbst am Kampf teilzunehmen. Der AT-AT wurde gleichermaßen wegen seiner psychologischen Wirkung durch seine Größe als auch für seinen taktischen Nutzen eingesetzt. Die Kampfläufer wurden in umkämpften Gebieten von Sternenzerstörern aus mit Transportschiffen auf der Oberfläche abgesetzt. Der Kampfläufer hat eine Besatzung von drei Mann und kann 40 Sturmtruppen aufnehmen. Der AT-AT ist ca. 23 Meter hoch und 26 Meter lang.

AT-AT

Die vier Beine des AT-AT´s nahmen knapp zwei Drittel der mehr als 20 Meter Gesamthöhe ein. Am Mittelteil des Beines befanden sich die Gelenke, welche dem AT-AT die Bewegung ermöglichten und von einer runden Metallplatte geschützt wurden. Im beweglichen Vorderteil befand sich das Cockpit des AT-AT´s, in dem drei Soldaten zur Steuerung des Fahrzeugs untergebracht waren. Die drei Soldaten waren Pilot, Schütze und Kommandant. Außerdem war dort ein Periskop untergebracht, mit dem der Kommandant einen detaillierteren Überblick über das Schlachtfeld erhalten konnte. Das Cockpit war durch eine Art Hals mit dem Rest des Gefährtes verbunden. Die Hauptwaffen waren die schweren Laserkanonen, die unter dem Kopf angebracht waren, während sich seitlich des Cockpits zwei kleinere Blastergeschütze befanden. Sofern der AT-AT ein Ziel nicht selbst ins Visier nehmen konnte, wurde von der Transporterfunktion des Gefährtes Gebrauch gemacht und Bodentruppen herabgelassen, um diese Zielobjekte einzunehmen oder unschädlich zu machen.

AT-AT

Der AT-AT besaß trotz seiner starken Panzerung, die den meisten konventionellen Waffen widerstehen konnte, Schwachstellen. Dazu gehörten die Beine des AT-AT´s. Ein um diese Beine gewickeltes Kabel reichte aus, um die Hydraulik einzuschränken und das gesamte Gefährt aus dem Gleichgewicht zu bringen, so dass es umkippte. Außerdem war die Verbindung zwischen Cockpit und Rumpf schwächer gepanzert, um die Beweglichkeit des Cockpits zu ermöglichen, deswegen können einige gut gezielte Schüsse an diese Stelle eine Kettenreaktion auslösen, die den ganzen AT-AT explodieren ließ. Des Weiteren war die Unterseite des AT-AT praktisch ungeschützt, was für einen toten Winkel sorgte.

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Diese Schwachstellen wurden von der Renegaten-Staffel mit ihren Schneegleitern während der Schlacht von Hoth ausgenutzt. So wurde einer der AT-AT´s durch ein reißfestes Schleppkabel aus dem Gleichgewicht gebracht, nachdem es um die Beine gewickelt worden war. Dadurch wurde die Schwachstelle am Hals zu einem leichten Ziel, welches unmittelbar von einem weiteren Gleiter getroffen wurde und den AT-AT zur Explosion brachte. Ein weiterer AT-AT wurde kurze Zeit später von Luke Skywalker zerstört, der sich mit einem Seilkatapult direkt an die Unterseite des Fahrzeugs hob und dann mit seinem Lichtschwert ein Loch verursachte. Durch dieses Loch warf er einen Thermaldetonator, der im Inneren des AT-AT explodierte und diesen zerstörte.

AT-AT

Die AT-AT´s wurden während des Galaktischen Bürgerkrieges vom Imperium an verschiedensten Orten und unter unterschiedlichsten Bedingungen eingesetzt. So wurden sie auf Seelos eingesetzt, um einige ehemalige Klonkrieger und Rebellen des Rebellennetzwerkes zu ergreifen, bei welchen sich der Jedi Kanan Jarrus aufhielt. Später wurden die Kampfläufer auch mehrfach im Kampf gegen die Rebellen-Allianz eingesetzt. In der Schlacht von Hoth zerstörte eine Bodenstreitmacht unter General Veers, zu der auch fünf AT-AT´s gehörten, den Schildgenerator, der die Echo-Basis der Rebellen vor einem imperialen Bombardement schützte. Des Weiteren wurden mindestens vier AT-AT´s während der Schlacht von Sullust eingesetzt. Auf Endor, wo sich der Schildgenerator des Zweiten Todessterns befand, nutzte das Imperium AT-AT´s als Transportfahrzeuge, jedoch wurden aufgrund des dichten Waldes in der Schlacht von Endor die beweglicheren AT-ST´s benutzt. Ein AT-AT befand sich während der Schlacht trotzdem im Kampf mit Rebellenstreitkräften auf dem Waldmond, wurde aber von einigen Y-Flüglern mit Protonentorpedos zerstört. Später nutzten auch die Truppen des Imperiums auf Jakku AT-AT´s, um sich gegen die angreifenden Truppen der Neuen Republik zur Wehr zu setzen. Einer der Läufer, der bei dieser Schlacht zerstört wurde, diente der Schrottsammlerin Rey später als Zuhause, bis sie zusammen mit dem desertierten Sturmtruppler Finn vom Planeten floh.

Quelle: Jedipedia

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Zum Modell

Bandai ist ja bekannt für seine Star Wars-Modelle, die sehr genau den damaligen Filmmodellen nachempfunden wurden. Das hat natürlich seinen Preis. Ich spielte schon lange mit den Gedanken, ein paar Modelle aus der Star Wars-Reihe zu bauen, da mir diese Filme sehr gefallen. Zum Geburtstag bekam ich von meiner Frau einen Gutschein für ein Drogerie-Geschäft geschenkt, das auch Modelle verkauft - zwar hauptsächlich Revell Modelle, aber auch hin und wieder andere Hersteller. Als ich dann dort mehrere Star Wars-Bausätze von Bandai sehr stark reduziert sah, blieb mir nichts anderes übrig als zuzuschlagen.

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So lag nun das Modell auf meinem Tisch: für ein Modell in 1:144 ein ganz schön großes Teil und sehr gut detailliert. Man sieht sehr schön, dass damals die Modellbauer von George Lucas auf bestehende Bausätze zurückgegriffen haben. Am Heck z. B die Oberwanne eines Sd.Kfz. 250, Schutzschilde einer Flak, an den Seiten Auspuffteile eines T-34, unten Reservekanister der Wehrmacht, usw...  Bandai hat das Modell 2017 auf den Markt gebracht; insgesamt findet man ca. 160 Teile im Karton.

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Sogar das Cockpit ist sehr gut mit Figuren dargestellt, obwohl man davon später nichts mehr sieht. Die Beine des Läufers sind frei beweglich und können in beliebigen Positionen dargestellt werden. Der Bausatz ist als Snap Kit ausgelegt, aber man sollte Kleber verwenden, die Passgenauigkeit ist sehr gut. Dem Modell liegt eine kleine Platte bei.

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Bei meinem AT-AT wollte ich eine andere Darstellung wählen als die auf einer Schneebase, die man fast immer sieht. Da die Läufer überall eingesetzt wurden, wählte ich einen tropischen Planeten mit Palmen. Die Palmen bringen die Größe des AT-AT nochmals zur Geltung. Hinter einer Palme steht ein Stormtrooper im selben Maßstab.  Die Palmen stammen aus dem Eisenbahnbereich und wurden neu lackiert, die Figur ist eigentlich ein Deutscher Soldat, aber in 1:144 fand ich keine Stormtrooper. Der Sand auf dem Dio stammt aus Dubai.

AT-AT

Lackiert wurde das Modell mit Farben von Tamiya. Bilder vom Bau und weitere Modelle von mir findet ihr in meinem Instagram Account: blue_patriot_mustang_

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Michael Wittmann

Publiziert am 14. November 2022

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