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Flottentorpedoboot 1939

T 28

von Roland Kunze (1:400 Heller)

Flottentorpedoboot 1939

T 28 gehörte zur Klasse der Flottentorpedoboote 1939, die in den Jahren 1941 bis 1944 auf der Schichau-Werft in Elbing gebaut wurden. Der Entwurf erfuhr während der Bauzeit einige Modifikationen: T 22 bis T 24 hatten einen langen Brückenaufbau mit je einer 2 cm-FlaK auf den Nocken. Bei T 25 bis T 30 war der Brückenaufbau verkürzt, ein Waffenstand mit einer 2 cm-FlaK war mittig davor aufgebaut. T 31 bis T 36 hatten deren einen je backbords und steuerbords angeordnet, zusätzlich fielen zur Vereinfachung des Baues die Knickspanten im Bugbereich weg. Alle fünfzehn Einheiten standen die ganze Zeit über in härtestem Fronteinsatz, nur T 23, T 28, T 33 und T 35 überdauerten den Krieg. Frankreich behielt (ex) T 28 als Le Lorrain noch bis 1955 im aktiven Dienst.

Flottentorpedoboot 1939

Mit dem Heller-Bausatz lässt sich aus der Box nur T 22 - T 24 korrekt darstellen. Es liegt zwar ein verkürzter Brückenaufbau bei, aber kein einzelner mittiger Fla-Waffenstand. Für die späteren Boote stimmt die Rumpfform wegen der vorhandenen Knickspanten nicht.

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Da ich ein Boot aus der Gruppe T 25 bis T 30 bauen wollte, war der Bausatz eine gute Grundlage. Im Marine-Arsenal Band 44 fand ich Fotos von T 28, die beim Bau sehr hilfreich waren. Das Modell ließ sich problemlos bauen, es fanden auch wieder eine Menge Detailergänzungen statt, wobei mein Ätzteilfundus ordentlich geplündert wurde. Vergleiche mit Risszeichnungen zeigten, dass die Position der Aufbauten korrigiert werden musste: der Brückenbau wanderte 2 mm, das mittlere Deckshaus 1 mm nach achtern.

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Besonderes Augenmerk habe ich auf die Torpedorohrsätze gelegt. Da die Bausatzteile wegen der sehr einfachen und nicht maßstäblichen Darstellung nicht zu gebrauchen waren, habe ich die Sätze aus Messingrohr, Draht und Evergreen-Profilen komplett neu aufgebaut. 

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Auf den Vorbildfotos trug T 28 keine Flecktarnung, die wohl den ersten Booten dieser Klasse vorbehalten war. So bekam mein Modell die einheitlich graue Farbgebung mit Tamiya- und Revellfarben, auf die ein vorsichtiges Ölfarbenwashing aufgetragen wurde. Für die Takelung kam das Garn von WEM zum Einsatz. Als Ergebnis entstand schließlich ein nicht alltägliches Modell, das mir sehr gut gefällt.

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Ebenso neu entstanden sind der vordere Fla-Waffenstand und die Plattformen für die Funkmessantenne mittschiffs und den 2 cm-Flakvierling auf der achteren Deckshütte. Zahlreiche Strukturen an den Wänden der Aufbauten wurden hinzugefügt. Die Masten habe ich aus Messingrohr und Stahldraht neu gebaut. Zur Ergänzung bekam das Boot vier Wabo-Werfer, eine neue Winde fürs Achterdeck und Ottergeräte samt Kränen, die alle im Eigenbau entstanden sind.

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Roland Kunze

Publiziert am 11. November 2009

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